Augen-Akupunktur

Die Behandlung von Augenleiden durch die klassische chinesische Akupunktur konnte bisher nur wenig Erfolge vorweisen. Der Arbeit des dänischen Akupunkteurs  Prof. Dr. John Boel (www.akupunktur2000.dk) ist es zu verdanken, daß die ursprüngliche Heilungsrate von 5-10%*  in den letzten Jahren erheblich verbessert werden konnte. Durch seine spezielle Augen-Akupunktur werden heute Erfolge erzielt, die inzwischen bei verschiedenen Augenleiden bis zu 80%* und mehr angewachsen sind. Natürlich muß man vorausschicken, daß bei der Vielzahl an bekannten Augenleiden nicht für jedes ein Allheilmittel mit der Augen-Akupunktur gewährleistet werden kann. Dennoch ist es bei den am häufigsten vorkommenden Augenkrankheiten möglich, den Patienten eine sehr gute Behandlungschance auf eine Verbesserung ihrer Augenleiden zu bieten.

Wir können heute mit Hilfe der Augen-Akupunktur schon sehr gute Erfolge bei folgenden, besonders verbreiteten Krankheitsbildern vorweisen:
  • Alterssichtigkeit *
  • Macula-Degeneration *
  • Retinitis pigmentosa *
  • Glaukom *
  • Erblindung durch Gehirnschädigungen  *
    z.B. Blutgerinnsel nach Hirnblutung oder Apoplexie, Gehirnquetschung durch Autounfall]
  • Kurzsichtigkeit bei Kindern und Jugendlichen bis ca. 20 Jahre * [mit der Methode nach Boel wurden bei Erwachsenen noch keine größeren Erfolge erzielt]
Heute kann man bei der Augen-Akupunktur auf Erfahrungswerte aus über 12 Jahren* zurückgreifen können. Danach konnte bei vielen Patienten eine anhaltende Stabilität des erreichten Ergebnisses gehalten werden.
In einigen Fällen haben sich Nachbehandlungen in größeren Zeitabständen als sehr positiv erwiesen, und dadurch wurden Verschlechterungen vermieden. 
 
 
Entstehung und Entwicklung
Die Behandlung von Augenleiden durch Akupunktur entwickelte sich aus der Zusammensetzung verschiedener Akupunktur-Sonderformen, die sich einander ergänzen. Damit konnte in den letzten Jahren die Erfolgsquote der Augen-Akupunktur deutlich verbessert werden.
  
Die Verfahrensweise
In der Augen-Akupunktur werden seit 1987 Hand- und Fußpunkte aus der Koreanischen Akupunktur verwendet [„Su-Jok“: d.h. „Hand- und Fußakupunktur“]. Ergänzt wird sie durch Nadelung der Kniepunkte, die oberhalb der Kniescheibe liegen.
Vormittags werden bestimmte Hand-, Knie- und Fußpunkte gestochen. Nachmittags werden ebenfalls bestimmte, jedoch andere als die vormittäglichen, Hand-, Knie- und Fußpunkte gestochen. Diese jeweiligen Punktekombinationen werden behandlungstäglich in beiden Akupunktursitzungen wiederholt. 
  
Effektivitätssteigerung durch Doppelsitzung
Eine in den USA durchgeführte Akupunktur-Studie aus den 80er-Jahren sollte die Effektivität der Augen-Akupunkturbehandlung erforschen.
Im Rahmen dieser Studie wurde den Patienten vor der Behandlung ein Mittel (Naloxon) verabreicht, das die Wirkung von Schmerzmitteln aufhob. Die 1. Akupunkturbehandlung war wegen des verabreichten Mittels völlig wirkungslos. Erst die Durchführung einer 2. Akupunkturbehandlung nach einer Stunde zeigte eine signifikante Wirkungssteigerung auf das 6-8-fache einer Einzelbehandlung. Fazit dieser Studie ist, daß durch die Anwendung einer 2. Akupunktur mit einem Zeitabstand von mindestens 1 Stunde die Wirkung der Akupunkturanwendung enorm gesteigert wird.
Diese Erkenntnisse führten dazu, daß heute die Augen-Akupunktur 2 x täglich durchgeführt wird!
  
Erfahrungen*
Inzwischen wurden in Studien mehr als 3.000 Augen-Akupunktur-Patienten ausgewertet.
Diese Fälle haben bei den verschiedenen Krankheitsbildern folgende Ergebnisse gezeigt:
  
Erfolgsquoten*
· Alterssichtigkeit                                               ca. 75% *
· Macula-Degeneration                                      ca. 60% *
· Glaukom                                                         ca. 75% *
· Augenleiden verursacht durch Diabetes            ca. 60% *
· Erblindung durch Gehirnschädigungen                >  80% *
· Retinitis pigmentosa – Verbesserung bis zu 15% möglich*
· Kurzsichtigkeit erfolgreicher bei Kindern und Jugendlichen bis 20 Jahre *
* nach Angaben von Prof. Dr. John Boel (www.akupunktur2000.dk)
  
Katarakt (Grauer Star)
Zwar zeigt die Erfahrung, daß Katarakt-Patienten mit einer Operation wesentlich schneller und besser geholfen werden kann.
Aber wenn bei einem Patienten sowohl eine Katarakt als auch eine Macula-Degeneration vorliegt, verzichtet die Schulmedizin derzeit aus Risikogründen auf die Star-Operation. In unserer Praxis verbinden wir aller­dings in solchen Fällen streng die Augen-Akupunktur mit der großen Ozon-Eigenblutbehandlung. Damit kön­nen wir den Zustand der Macula-Degeneration so deut­lich verbessern, daß damit die Grundlage für eine er­folgreiche Kataraktoperation geschaffen ist.
  
Zeitplan für die Basisbehandlung
Die Basisbehandlung ist bei allen Augenleiden gleich.
Die Grundserie geht über 2 x 5 Behandlungstage, an denen täglich 2 Akupunktursitzungen, dazwischen 1 Stunde Pause, durchgeführt werden. Nach 5-8 aufeinanderfolgenden Behandlungstagen kann man erkennen, ob der Patient auf die Akupunktur anspricht und ob eine Weiterbehandlung sinnvoll ist.
In der Praxis hat sich gezeigt, daß einige Glaukom-Erkrankungen mit Werten des Augeninnendrucks um 28 oft erst um den 6.-8. Behandlungstag reagieren.
Es empfiehlt sich hier, die Initialserie auf mindestens 15 Tage anzusetzen!
Anschließend werden die Behandlungstage für 2 Wochen 2 x wöchentlich, danach 1 x wöchentlich durchgeführt. Die Zeitabstände werden später über
1 x 14-tägig bis auf 1 x monatlich ausgedehnt.
In manchen Fällen ist es sinnvoll, die Grundserie von 5 Behandlungstagen nach ca. ½ Jahr zu wiederholen.
 
Erhöhung der Wirksamkeit – Besonderheiten nur in unserer Praxis:
ein therapeutisches Mosaik
Im Interesse unserer Patienten setzen wir auch auf die „Drei-Schritt-Infusion“ [Ozontherapie + Vit. C-Hochdosis- + Elektrolytinfusion (Mg/Se)], mit der wir die Augenakpunktur sinnvoll kombinieren. Denn die verschiedenartigen Ursachen einer Erkrankung bedürfen verschiedener therapeutischer Strategien.
Trotz unterschiedlicher Ursachen führen einige der Retinopathien wie die proliferative diabetische Retinopathie, die atherosklerotische diabetische Retinopathie, und die altersbedingte Maculadegeneration zu einer gemeinsamen krankhaften Veränderung, nämlich zu einer übersteigerten und „falschen“ Neubildung von Blutgefäßen. Ursache dieses „Notprogramms“ des Organismus‘ ist der lokale Sauerstoffmangel der Macula mit ihrer hohen Stoffwechselrate. Der Versuch, durch Bildung neuer Haargefäße die Blutversorgung zu verbessern, führt in aller Regel zu einer unzureichenden Stoffwechselsituation. Damit verbunden kommt es zu einer weiteren Schädigung des Auges durch lokale Ödembildung und Blutungen.
Unsere ergänzenden Ozon-Eigenblutbehandlungen führen demgegenüber zu einer nachhaltigen Verbesserung der Blutzirkulation in den haarfeinen Blutgefäßen des Auges. Denn diese Zusatzbehandlungen bewirken eine positive Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes.
Zusätzlich wird dadurch die generelle Sauerstoffversorgung des Auges, insbesondere aber auch die des Gehirns und des gesamten Körpergewebes verbessert.
Die Folge ist eine Aktivierung des Gesamtstoffwechsels, die ihrerseits zu einer erheblichen Verbesserung der Sehkraft führt.
  
Augen-Akupunktur plus Ozon-Eigenblut-Transfusion kann die Lebensqualität auf mehreren Ebenen sichern!
So konnte bei den meisten unserer Patienten mit Maculadegeneration die Sehschärfe signifikant verbessert werden. Die Patienten selbst registrierten dies nach der 5. - 8. Behandlung. Sie konnten ihren normalen Lebensstil wieder aufnehmen (z.B. Lesen, Nähen, Autofahren).
In aller Regel hielt die Verbesserung nach einer Serie mit 14 Ozon-Eigenblutbehandlungen sehr zuverlässig mindestens 6 Monate lang an. Zahlreiche Studien belegen, daß dieser „Ozoneffekt“ auf folgendes zurückgeführt werden kann. Die Ozon-Therapie setzt im Bereich des Knochenmarks (Ort der Blutzellenbildung) eine Reihe biochemischer Reaktionen in Gang, welche die Reifung und die Differenzierung der Blutzellen zu einer Art „besonders begabter Erythrozyten“ stimulieren. Diese sorgen dann durch den Blutkreislauf für eine verbesserte Sauerstoffversorgung des Gewebes. Da die Erythrozyten (rote Blutkörperchen) eine mittlere Lebensdauer von 4 Monaten haben, verliert sich dieser positive Effekt nach und nach.
 
Es empfiehlt sich deshalb, die Ozon-Therapie nicht länger als 6 Monate auszusetzen, sondern bereits nach 3 Monaten wieder einzelne Auffrischungsbehandlungen anzusetzen. Damit kann auf längere Dauer eine stabile Sehschärfe und Lebensqualität gehalten werden!
Wir weisen darauf hin, daß auch die tägliche Ernährungsweise den Stoffwechsel der Retina günstig beeinflussen kann, z.B. eine cholesterinfreie Ernährung, reich an Ballaststoffen, Gemüsen und Früchten und reich an antioxidativen Vitaminen (A, C, E). Ihr Auge, Voraussetzung für einen „klaren Durchblick“ – somit Ihr ganzer Körper werden es Ihrem Gesundheitsfleiß danken!
 
Weiterführende Information in unseren Gesundheitsbüchern, erschienen in der Trias-Reihe des Thieme-Verlages:
- Schlank und fit durch Saftfasten        ISBN 3-89373-496-1
- Probiotics:Die neuen Superbakterien ISBN3-89373-507-0

►Bitte beachten Sie:

Alle hier vorgestellten Diagnose- und Behandlungsmethoden sind Verfahren der naturheilkundlichen Erfahrungsmedizin, die nicht immer zu den allgemein anerkannten Methoden im Sinne einer Anerkennung durch die Schulmedizin gehören. Alle getroffenen Aussagen über Eigenschaften und Wirkungen sowie Indikationen der vorgestellten Verfahren beruhen auf den Erkenntnissen und Erfahrungswerten in der jeweiligen Therapierichtung selbst, die von der herrschenden Schulmedizin nicht unbedingt geteilt werden.

 

 

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